Die Architekten der Jugendstil-Zeit begnügten sich aufgrund der hohen Kosten die geplanten Gebäude nur äußerlich durch Jugendstil-Ornamente zu verzieren und die Fassaden ansprechend zu gestalten. Dies waren oft große repräsentative Villen, die von der Oberschicht bewohnt wurden. Die Architektur des Jugendstils war somit meist nur den reichen Bürgern vorbehalten, die ein gewisses Kunstverständnis hatten. Es wurden meist moderne Materialien wie buntes Glas und Eisen verwendet. Die Architekten nahmen sich dabei unter anderem den Pariser Eiffelturm zum Vorbild und gestalteten es entsprechend ihren Vorstellungen um. Die Verzierungen mit Marmor, Fliesen, aufwendigem Stuck und Vergoldungen fielen dabei das ein oder andere Mal recht pompös aus. Die Hauptstadt von Frankreich, Paris, galt als die führende Stadt dieser Kunst. Aus dieser Zeit stammt der Eingang der Pariser U-Bahn – der Metro. Gusseisen wurde flüssig in Form gebracht. So entstanden wunderschöne pflanzliche Linien. Neben der Metro wurden in Frankreich noch einige weitere Gebäude im gleichen floristischem Stil dekoriert.