Immer öfter gibt es Umfragen zu allen möglichen Themen. Nicht nur in der Politik sind die Meinungen der Bürger heißt begehrt. Das Resultat dieser Befragungen schlägt sich meist grafisch wieder - der Fachausdruck dafür lautet “Charts”. Charts gibt es in fast allen modernen Lebensbereichen. Vom Bestseller-Buch bis zu Kinofilmen oder Küchengeräten. Verkäufe, Stückzahlen und vieles mehr wird in Charts festgehalten. Besonders deutlich wird dieses Prinzip in der Musik. Bereits seit den 1950er Jahren gibt es Musik-Charts (zumindest in Deutschland, in anderen Ländern vermutlich noch länger). Musik-Charts sind ein gutes Beispiel dafür, wie Meinungen manipuliert werden können. Findet sich ein Titel auf einer sehr guten Position in den Single Charts wieder, so geht der Otto-Normal-Verbraucher davon aus, dass es sich um einen guten Song handeln muss. Das trifft natürlich nicht immer zu. In der Regel wird dieser Song aber mehr gekauft, wenn er schon gut in den Charts steht - unabhängig von seiner Qualität. Die Meinung der Konsumenten wird so also beeinflusst. Ähnlich ist es mit Songs, die zwar in den Charts sind, das aber nur auf einem schlechten Platz. Man geht davon aus, dass der Titel schon nicht so gut sein kann, wenn er in der Hitparade nicht überzeugt. Ergo wird die CD weniger gekauft. Charts beeinflussen also Meinungen - in beide Richtungen.